Family, childhood and young days of St. Faustina

Helena Kowalska, die im Orden S. Maria Faustyna hieß, war das dritte von zehn Kindern von Stanisław (gest. 1946) und Marianna Kowalski (gest. 1965). Ihr Vater stammte aus Świnice Warckie, aus dem sog. Zagórze. Als Junggeselle arbeitete er in einer Brauerei im nahe gelegenen Dąbie an der Ner, wo er seine spätere Frau Marianna Babel kennen lernte. Die Hochzeit von Stanisław und Marianna fand am 28. Oktober 1892 statt, als sie heirateten war er 25 Jahre und sie 18 Jahre alt. Nach der Hochzeit kauften sie einige Morgen unfruchtbares Land in Głogowiec, wo sie im Jahre 1900 ein Haus mit einer Stube, einer Küche und einer Tischlerwerkstatt bauten. In der Nähe des Hauses befanden sich ein Brunnen und ein Heiligenbild, das in einem Birnbaum hing. Eine große Glaubensprüfung für das junge Ehepaar war der fehlende Nachwuchs. Erst nach 10 Jahren kamen nacheinander die Kinder Józefa, Ewa, Helena (die spätere Schwester Faustyna), Kazimiera (starb im Kindesalter), Natalia, Bronisława (auch im Kinderalter verstorben), Stanisław, Mieczysław, Lucyna und Wanda zur Welt.

Die kleine Helena wurde am 25. August 1905 geboren. Da sie als schwächlich galt, wurde sie vom damaligen Pfarrer, Priester Józef Chodyński (sein Grab befindet sich auf dem örtlichen Friedhof), schon zwei Tage nach ihrer Geburt in der Kirche von Świnice Warckie getauft. Der Taufschein wurde in russischer Sprache ausgestellt, weil es die Zeit der Teilungen Polens war. Unter dem Taufschein steht die deutliche Unterschrift des Vaters, was davon zeugt, dass er schreiben konnte. Die künftige Heilige zeigte schon als kleines Kind eine große Neigung zum Gebet und stand sogar nachts auf, um zu beten. Sie brachte auch anderen Kindern das Beten bei. Im Alter von sieben Jahren hörte sie zum ersten Mal die Stimme Gottes in ihrer Seele, als sie zu einer Vesperandacht in der Kirche war (vgl. TB 7). Während der Erstkommunion hatte sie das Gefühl der tatsächlichen Gegenwart Jesu in ihrer Seele.

Mit zwölf Jahren kam sie 1917 in die Volksschule von Świnice Warckie. Sie war eine sehr gute Schülerin, aber sie besuchte die Schule nur 3 Jahre lang, weil sie jüngeren Kindern Platz machen musste. Ihr Aufenthalt in der Schule war auch mit Erniedrigungen verbunden, weil ihre Armut ins Auge fiel.

Als sie 16 Jahre alt war, trat sie bei der Familie Bryszewski in Aleksandrów Łódzki in Dienst. Hier sah sie zum ersten Mal eine große Helligkeit. Damals kehrte sie nach Hause zurück und bat die Eltern um ihre Zustimmung, ins Kloster eintreten zu dürfen, aber der Vater lehnte dies entschieden ab. Sie ging erneut in Dienst, diesmal in Łódź. Im Alter von 18 Jahren bat sie ihre Eltern ein zweites Mal darum, einem Leben im Orden zuzustimmen, aber wieder wurde ihr die Erlaubnis dazu verweigert. Nach dieser abschlägigen Entscheidung beschloss sie, die Stimme der Berufung in sich zu betäuben. Am 2. Februar 1923 begann sie mit der Arbeit bei Marcjanna Sadowska in Łódź und diente dort bis zum 1. Juli 1924. In dieser Zeit standen auch zwei ihrer Schwestern in Łódź in Dienst. Mit ihnen und mit einer Freundin ging sie zu einem Tanzvergnügen in den Park “Wenecja” (der heutige Slowacki-Park). Während der Veranstaltung erschien ihr der leidende Jesus, der sie aufforderte, der Stimme der Berufung zu folgen. Als sie im Hl.-Stanislaus-Dom in Łódź in der Haltung des Gekreuzigten auf dem Boden lag, hörte sie eine Stimme, die ihr sagte, sie solle nach Warschau fahren, um dort ins Kloster einzutreten. Ein ganzes Jahr lang arbeitete sie, um für die erforderliche, bescheidene Aussteuer zu verdienen. Am 1. August 1925 trat sie durch die Pforte des Ordenshauses der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Warschau, in der Żytnia-Straße. Nach Hause und in die elterliche Pfarrei kehrte sie nur ein einziges Mal zurück, als sie im Jahre 1935 ihre kranke Mutter besuchte.

Helena Kowalska war das dritte von zehn Kindern von Stanisław (gest. 1946) und Marianna Kowalski (gest. 1965).

Der Taufschein wurde in russischer Sprache ausgestellt, weil es die Zeit der Teilungen Polens war. Unter dem Taufschein steht die deutliche Unterschrift des Vaters, was davon zeugt, dass er schreiben konnte.

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