Ordensleben und Sendung der hl. Schwester Faustyna

Im Kloster lebte sie – als S. Maria Faustyna – 13 Jahre, wobei sie in verschiedenen Häusern der Kongregation als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin arbeitete, am längsten in Płock, Wilna und Krakau. Diese einfachsten Dienste erfüllte sie mit größter Hingabe, indem sie sich bemühte, in ihnen die Liebe Gottes zu entdecken und diese mit ihrem persönlichen Einsatz zu beantworten. Sie erkrankte an Lungen- und Darmtuberkulose. Darüber hinaus ertrug sie auch große geistige Leiden, weil sie ihr Leben für die Sünder zum Opfer gebracht hatte, insbesondere für diejenigen, deren Erlösung gefährdet war. Schwester Faustyna, deren Leben am Anschein nach grau und eintönig war, führte ein ungewöhnlich tiefes mystisches Leben. Ihr wurde viele außergewöhnliche Gnaden zuteil, u. a. die Gabe der Kontemplation, verborgene Wundmale, Bilokation, Prophetie, Lesen in menschlichen Herzen, wobei sie die Gipfel der Vereinigung mit Gott auf Erden erlangte.

Schwester Faustyna starb im Kloster der Kongregation in Krakau-Łagiewniki am 5. Oktober 1938. Während des Zweiten Weltkrieges nahm der Ruhm ihrer Heiligkeit schnell zu, weil die Menschen durch ihre Fürsprache viele Gnaden erbaten. Jesus Christus erwählte sie als Sekretärin und Apostelin Seiner Barmherzigkeit, um durch sie der Welt die große Botschaft zu verkünden. Im Alten Testament – sprach Er zu ihr – habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt, heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit (TB 1588).

Die Sendung der Schwester Faustyna beruht auf drei Aufgaben:

  • der Welt die in der Heiligen Schrift geoffenbarte Wahrheit von der barmherzigen Liebe Gottes zu jedem Menschen näher zu bringen und zu verkünden,
  • die Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt zu erbitten, u. a. durch die von Jesus empfohlenen neuen Kultformen der Barmherzigkeit Gottes: das Bild des Barmherzigen Jesus mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich, das Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern, der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, das Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit (1500 Uhr),
  • die Inspiration einer apostolischen Bewegung der Barmherzigkeit Gottes, die die Aufgabe übernimmt, die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden und für die Welt zu erbitten und die – auf dem von der hl. Schwester Faustyna gezeigten Weg – nach Vollkommenheit strebt. Dieser Weg beruht auf einer Haltung kindlichen Vertrauens zu Gott, das sich in der Erfüllung Seines Willens ausdrückt sowie auf einer Haltung der Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten.

Die Sendung der heiligen Schwester Faustyna wurde in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie auf Wunsch von Jesus und von ihren Beichtvätern führte. Sie schrieb dort alle Wünsche, die Jesus ihr gegenüber äußerte, getreulich nieder und beschrieb auch die Begegnungen ihrer Seele mit Gott. Sekretärin Meines tiefsten Geheimnisses – sprach Jesus zu ihr – du hast die Aufgabe, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen, die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost und Mut, sich Mir zu nähern (TB 1693). Schwester Faustyna starb in Krakau am 5. Oktober 1938 im Alter von nur 33 Jahren, aufgezehrt durch Krankheit und verschiedene Leiden, die sie als freiwilliges Opfer für die Sünder auf sich genommen hatte, in voller geistiger Reife.

In den Jahren 1965-1967 wurde in Krakau der Informationsprozess über ihr Leben und ihre Tugenden durchgeführt, 1968 wurde in Rom der Prozess der Seligsprechung eröffnet, der im Dezember 1992 beendet war. Am 18. April 1993 wurde Schwester Faustyna vom Heiligen Vater Johannes Paul II. auf dem Petersplatz in Rom seliggesprochen, und am 30. April 2000 fand ihre Heiligsprechung statt. Ihre Reliquien ruhen im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki. Die heilige Schwester Faustyna erinnert die Welt von heute an die große Glaubenswahrheit, dass Gott der Vater der Barmherzigkeit ist, und zeigt, wie man Gott suchen soll und Ihn im grauen Alltag finden kann.

Die Sendung der heiligen Schwester Faustyna wurde in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie auf Wunsch von Jesus und von ihren Beichtvätern führte.

Im Kloster lebte sie – als S. Maria Faustyna – 13 Jahre, wobei sie in verschiedenen Häusern der Kongregation als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin arbeitete, am längsten in Płock, Wilna und Krakau.

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